Pfingstsonntag um 07:50 wurde die Rettungshundestaffel des KV Berlin-City durch
die Polizei alarmiert. Im 50 km entfernten Lobetal (Landkreis Barnim) wurde seit
dem Vorabend ein 82-jähriger demenzkranker Mann vermisst. Bei einem Einsatz
mit großem Suchgebiet kommen immer mehrere Rettungshundestaffeln zum Einsatz.
Mitalarmiert wurden daher die Staffeln des OV Wittenau und des BRH (Bundesverband
für das Rettungshundewesen) Berlin.
Vor Ort hatte bereits mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften der Polizei, Freiwilligen Feuerwehr und Rettungsdienst die Suche begonnen. Auch ein Hubschrauber und Fährtenhunde der Polizei waren im Einsatz.
Den Rettungshundeeinsatz leitete Benjamin Weber, Bereitschaftsleiter der Rettungshundestaffel
des KV Berlin-City. Nach der Lageeinweisung und Planung der Suche durch Rettungshunde wurden die
abzusuchenden Bereiche aufgeteilt und die Rettungshundestaffeln setzen insgesamt 20
Rettungshundeteams ein.
Nach nur 10 Minuten Suche, wurde der Vermisste in einem Waldstück am Mechesee bei Lobetal
vom Hund "Haldor" und Clemens Pohle (BRH-Staffel) gefunden. Der Mann befand sich in
hilfloser Lage und war orientierungslos aber nicht in Lebensgefahr. Er wurde zur Untersuchung
in ein Krankenhaus gebracht.
Um 15:00 Uhr war der Einsatz mit der Rückkehr der Einsatzkräfte in Berlin beendet.
"Es ist ein tolles Gefühl und eine Bestätigung für das lange Training, wenn
sie tatsächlich mit dem Hund einen Menschen finden." sagt Benjamin Weber, Leiter der
Rettungshundestaffel des KV Berlin-City. "Mit ihren 220 Millionen Riechzellen ist die
Hundeschnauze eine Million Mal empfindlicher als die Menschennase. Ein Rettungshund kann mit
seinem Geruchsinn und Durchstreifen des Geländes einen Korridor von 50 Metern Breite über
mehrere Kilometer absuchen. Eine Rettungshundekette kann damit schnell und sicher große
Flächen nach Vermissten absuchen. Wichtig ist dabei eine rechtzeitige Alarmierung und der
koordinierte Einsatz mehrerer Rettungshundeteams. Es gab schon viele Einsätze gemeinsam mit
den Staffeln der anderen DRK-Kreisverbände und dem BRH."
Die Rettungshundestaffel des KV Berlin-City e.V. ist mit ihren 32 Rettungshundeteams eine der
größten Rettungshundestaffeln. Rettungshundearbeit ist eine ausschließlich ehrenamtliche
Tätigkeit. Ein bis zwei Mal die Woche trainieren Hund und Mensch im Wald oder auf
Übungsplätzen. Zum Einsatz kommen nur Rettungshundeteams, die jedes Jahr neu die
Prüfung bestehen. Sämtliche Einsatzkosten werden ausschließlich durch Spenden
und Sammlungen gedeckt.
Weitere Infos zur Rettungshundearbeit unter www.rettungshunde-im-drk.de
Rolf Erbe - DRK KV Berlin-City e.V.

Lobetal (moz) Ein 82-jähriger Bewohner eines Seniorenheimes in Lobetal ist über Pfingsten vermisst gewesen. Durch eine groß angelegte Polizeisuche konnte der Mann von einem Fährtenhund gefunden werden. Der Mann leidet unter Demenz. Nach Polizeiangaben geht es dem 82-Jährigen den Umständen entsprechend gut. Der Mann wurde dennoch vorsorglich zur ärztlichen Untersuchung ins Bernauer Krankenhaus gebracht.
Eine Pflegerin des Seniorenwohnheims im Bonhoefferweg in Lobetal hatte am Pfingstsonnabend den 82-Jährigen bei der Polizei als vermisst gemeldet. Zum letzten Mal war er gegen 20 Uhr von einem Mitarbeiter der Einrichtung gesehen worden. Da der Mann als orientierungslos gilt, wurde umgehend eine umfangreiche Suche mit Beamten der Bernauer Polizeiwache eingeleitet. In den Abend- beziehungsweise Nachtstunden wurde er jedoch nicht gefunden. Wegen der schlechten Wetterlage konnte zu diesem Zeitpunkt kein Polizeihubschrauber eingesetzt werden.
Am Pfingstsonntag wurden in den Morgenstunden weitere Polizeikräfte des Schutzbereichs Barnim in die Suche eingebunden, ebenso ein Polizeihubschrauber. Des Weiteren kamen 25 Suchhunde der Berliner Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes zum Einsatz. Kurz vor 11 Uhr hatte dies Erfolg. Ein Suchhund hatte den Vermissten in einem Waldstück in der Nähe des Mechesees aufgespürt.
Original-Artikel: http://www.moz.de/artikel-ansicht/?regionsel=1004®ionplz=16321&tx_rsmdailygen_pi1[article]=...