Rettungshundeeinsatz vom 04.03.2004

Alarmierung:

Die Anfrage auf Rettungshunde erfolge durch unseren Landesverband um 20:10. Anfragende Behörde war die Polizeidirektion Potsdam.
Nach Rücksprache mit der Landesleitung Berlin und dem Landesverband Brandenburg wurde von uns der Alarm 1 Rettungshundestaffel ausgelöst.

Lage:

Nach Angaben der Polizei wurde ein 64 jähriger Mann aus der Ortschaft Niemegk vermisst.
Diese Person war seit ca.13:00 abgängig und wurde zuletzt von einem Nachbarn um 13:30 auf dem Weg Richtung Werdermühle gesehen.
Nach Angaben des Nachbarn, einem guten Bekannten des Gesuchten, wirkte die Person geistesabwesend und niedergeschlagen.
Ein Angehöriger erzählte uns, daß er am Morgen von seinem Hausarzt eine Aussage zu seinem Gesundheitszustand erhalten hatte, die ihn sehr hart getroffen hat.
Das Gebiet in dem man ihn vermutete gehört zu seinem normalen Spazierweg. Die Angehörigen bemerkten allerdings, daß er das Haus, entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten, ohne Jacke, Papiere, Geld und Schlüssel verlassen und sich nicht verabschiedet hatte. Seine normale Zeit für einen Spaziergang betrug sonst so ca. 1 bis 2 Stunden.
Die Anfrage ob er irgendwelche Medikamente im erhöhten Maße ein- oder mitgenommen hat, wurde von den Angehörigen ausgeschlossen.
Er hat jedoch auch noch nie zuvor in seinem Leben je eine Selbsttötung erwähnt oder in Betracht gezogen.

Einsatzgebiet:

Das Einsatzgebiet stellte sich als stark bewaldet dar und wurde durch die A9 begrenzt. Es bestand allerdings durch eine Unterführung die Möglichkeit auf die andere Seite der Autobahn zu gelangen wodurch eine Eingrenzung des Suchgebietes nicht möglich war.
Zum Teil war so dichtes Schonungsgebiet vorzufinden das eine Suche dort unmöglich war. Wir gingen davon aus, daß die Person sich dort ebenfalls nicht hineinbegeben haben kann. Wir führten eine Suche in dem Waldgebiet durch, welches sich an eine Kleingartenanlage anschloss und wo er auch zuletzt gesehen wurde.
Auf der anderen Seite der A9 beschlossen wir die Suche nicht fortzusetzen, da es sich dort um offenes Feld handelte, welches bereits von der Polizei am Tage mit Hubschraubern abgesucht wurde. Auf Grund der zu diesem Zeitpunkt fortgeschrittenen Zeit und dem Erschöpfungszustand von Hund und Mensch wurde die Suche um ca. 5:00 Uhr abgebrochen und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Einsatzkräfte:

Auf Grund eines zweiten Alarmes aus dem Landkreis Elbe/Elster mußte ich die Staffel Spree-Neiße mit ihrem Einsatzleiter zu der anderen Einsatzstelle verlegen.
Somit hatten wir folgende Einheiten im Einsatz:

DRK BerlinDRK Fläming-Spreewald
4 Rettungshundeteams3 Rettungshundeteams
4 Helfer2 Helfer
3 Kraftfahrer1 Kraftfahrer
2 Pers. FMD 
3 Pers. Versorgung 
1 Einsatzleiter 
  
BRH BerlinDLRG Halle
2 Rettungshundeteams5 Rettungshundeteams
4 Helfer5 Helfer
 3 Kraftfahrer
 1 Einsatzleiter

Abschlußwort:

Ich möchte mich nochmals bei allen Einsatzkräften und den Landesleitungen für die schnelle und unproblematische Hilfe bei diesem Einsatz bedanken. Nur durch solche Zusammenarbeit ist ein effektiver Einsatz zur Hilfe anderer Menschen möglich. Ich hoffe auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Sven Pastow
Bereitschaftsleiter / Staffelleitung

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