Stadtleben

Donnerstag, 20. November 2003

Mann bei Grabungen tödlich verunglückt

Wahrscheinlich bei illegalen Bauarbeiten ist gestern ein Mann in der Kolonie Sonnental an der Gatower Straße in Spandau ums Leben gekommen. Kurz vor 13 Uhr hatte der Parzellenpächter neben der Laube ein etwa 1,5 mal 1,5 Meter großes Loch entdeckt und die Feuerwehr alarmiert, die den etwa 50-jährigen Bekannten des Pächters fand. Bei den unterirdischen Grabungen ist die Decke eingestürzt, der Mann wurde von Betonteilen sowie Sand verschüttet und erstickte, so die Diagnose des Notarztes. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Unter dem Haus war im Zweiten Weltkrieg ein Luftschutzkeller gebaut worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der Bekannte des Pächters versucht, diesen zu erweitern. Nachbarn hatten sich in den vergangenen Wochen über einen Betonmischer in der Parzelle gewundert, zumal von Bauarbeiten nichts zu sehen war und Neubauten verboten sind. "Der Vorstand hat deshalb für den 25. November eine satzungsgemäße Besichtigung angemahnt", sagt Kolonie-Vorstand Hans-Joachim Peschel. "Die Befürchtungen haben sich jetzt aufs Schrecklichste bestätigt."

mab

http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031120/berlin/story642605.html
© Berliner Morgenpost 2003

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