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Einsatzbericht zum Rettungshundeeinsatz vom 12.11.02

Gegen 13.40 Uhr wurden die DRK Rettungshundestaffeln im Land Brandenburg und Berlin über den DRK Landesverband Brandenburg (Herr Finze) zu einem Einsatz in Lübben alarmiert. In einer Munitionsbergungsfirma waren mehrere 50kg-Bomben in einem Bunker explodiert.

Zu diesem Zeitpunkt wurden 3 bis 4 Personen vermißt. Genauere Angaben konnten zu dieser Zeit nicht eingeholt werden.

Um 13.48 Uhr befand sich bereits das erste Einsatzfahrzeug der Rettungshundestaffel Spree Neiße auf dem Weg zum Einsatzort und erreichte diesen 40 Minuten später. Eine Lageeinschätzung konnte auch hier erst nach längerer Zeit erfolgen, da das Einsatzgebiet abgesperrt war und erst nach mehreren Gesprächen mit der Polizei und Feuerwehr kurz besichtigt werden durfte. Von dem explodierten Bunker waren nur noch wenige Teile sichtbar.

Nach Eintreffen der Rettungshundestaffel Berlin um 15.55 Uhr und der Staffel Spree Neiße um 16.42 Uhr konnte das Schadensgebiet außerhalb eines von der Polizei abgesperrten Gebietes abgesucht werden. Im großen Umkreis lagen Teile von Menschen, Trümmerteile aber auch Bomben. In Absprache mit der Polizei und Staatsanwaltschaft wurde daraufhin eine weitere Suche nicht mehr durchgeführt, da eine Eigengefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte und mit Überlebenden nicht mehr gerechnet wurde.

Am Einsatz beteiligt waren aus Spree Neiße 1 EL, 2 HF, 4 Helfer und aus Berlin 2 Führer, 3 HF und 4 Helfer. Kameraden aus der RHS Fläming Spreewald befanden sich noch auf der Anfahrt zum Einsatzort.

Ende des Einsatzes: 18.40 Uhr.


Abastung

Aufstellung zur Waldabsuche

Bombe

Reste des Bunkers

Dienstag, 12. November 2002

Mindestens ein Mensch getötet, Munitionslager explodiert

Bei einer Explosion in einem Munitionslager nördlich der brandenburgischen Stadt Lübben ist ein 26-jähriger Arbeiter getötet worden. Drei Mitarbeiter des Betriebs werden noch vermisst. Die Zahl der Verletzten war zunächst nicht bekannt.

Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm, der die Unglücksstelle besuchte, sagte, der Betonbunker der Firma sei völlig weggesprengt worden. "Da ist nichts mehr", erklärte der Minister. Es müsse mit weiteren Toten gerechnet werden.

Das Unglück ereignete sich in einem Betrieb, der Munition und Feuerwerkskörper vernichtet. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) erklärte, offenbar sei in dem Lager Munition in Brand geraten und explodiert. Warum es zu dem Brand kam, war zunächst unklar. Bereits im Januar 2001 hatte es den Behörden zufolge auf dem Gelände einen Zwischenfall gegeben. Damals wurde ein Mann verletzt, weil bei einer Explosion ein Labor in Flammen aufgegangen war.

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